03.04.2020 - 03.04.2020

Bahnhofsmission zu Zeiten von Corona

Bei schönstem Sonnenschein geht das Leben in der Bahnhofsmission keineswegs seinen gewohnten Gang.

Jeweils zwei Ehrenamtliche, Freiwillige oder Honorarkräfte halten die Sonderöffnungszeiten von 10 bis 16 Uhr aufrecht: Für Krisen, als Ansprechpartner oder auch für einen kostenlosen Kaffee bei frostig-sonnigen Temperaturen. Der wird in dieser besonderen Situation im Pappbecher ausgegeben. Alle Gespräche finden am Fenster statt. Die Stühle sind hoch gestellt. Ein Aufenthalt in der Bahnhofsmission ist aus Gründen des gegenseitigen Schutzes nicht möglich.

Hauptamtliche (max. zwei gleichzeitig im Büro) beteiligen sich am stadtweiten Weiterdenken, arbeiten das ab, was lange liegen geblieben ist, sind telefonisch ansprechbar für Sorgen und Nöte aus dem Team, unterstützen die Ehrenamtlichen und reagieren auf Anfragen.

Im Hauptbahnhof haben fast alle Geschäfte geschlossen. Selbst Yormas ist zu. Verständlich. Denn es sind kaum Menschen unterwegs. Züge fahren. Reduziert und auffallend leer.

Ein wohnungsloser Mann erzählte heute Früh, dass S-Bahnen kostenfrei nutzbar seien. Er würde nun NRW für sich entdecken. Und vor allem die Möglichkeit nutzen, sich in den Bahnen aufzuwärmen. „Kein Problem – es ist sowieso fast niemand unterwegs".

Was fällt auf? ENTSCHLEUNIGUNG! Alles geht langsamer, es lohnt, ab und an inne zu halten, Menschen auf der Straße ein offenes Ohr zu schenken (wie immer). „Social distance" im Sinne des körperlichen Abstands ist akzeptabel – der menschliche Abstand sollte sich allerdings auf keinen Fall verringern.

Ein herzlicher Gruß
Corinna Rindle


Ansprechpartner

Frau Corinna Rindle

Leitung Bahnhofsmission



Telefon: (02 21) 1395 - 622
Telefax: (02 21) 1395 - 879



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