02.12.2019 - 12.12.2019

Nachhaltig & sozial durch Köln unterwegs: Mit Radkutschen Co2-Emissionen verringern

Die Radstation Köln setzt beim Transport und der Abholung von Leihrädern verstärkt auf klimaneutrale Radkutschen. Als sozialer Beschäftigungsbetrieb unterstützt sie durch Beratung, Bildung, Schaffung von Arbeitsplätzen und Ausbildungsstellen sowie Weiterqualifizierungen "Rund ums Fahrrad" arbeitslose Frauen, Männer und Jugendliche bei der Integration und dem (Wieder-)Einstieg ins Berufsleben.

Volle Straßen, enge und verstopfte Gassen, kaum ein Durchkommen insbesondere im Innenstadtbereich von Köln: so und ähnlich sieht die tägliche Verkehrssituation nicht nur in Köln aus. Insbesondere in der Vorweihnachtszeit drängeln sich zum normalen Stadtverkehr noch die unzähligen Reisebusse mit Touristen aus den angrenzenden Regionen in die Stadt, um die vielen Weihnachtsmärkte zu besuchen. Der Weg mit dem Rad in die Stadt wäre daher der bequemste. Außerdem sind sie nachhaltig und klimaneutral unterwegs. Laut der Studie "Mobilität in Deutschland 2017" wurden rund 19 Prozent aller Wege in Köln mit dem Fahrrad zurückgelegt. Mittlerweile dürfte der Anteil noch weiter gestiegen sein. Auch die Auswahl an Leihrädern zum Bikesharing verschiedener Anbieter ist entsprechend groß und steigt weiter. Rund 4.000 Räder stehen derzeit im Stadtgebiet Köln zum Verleih zur Verfügung.

Alles aus einer Hand
Die Radstation in Trägerschaft von IN VIA Köln bietet auch in der jetzigen Nebensaison neben dem Fahrradverleih und dem sicheren Parken von Fahrrädern den Reparatur-Service, u.a. mit Wartung, Fahrrad- und Licht-Check in der Werkstatt an.
Als weitere Dienstleistung setzt die Radstation seit diesem Jahr auf die Nutzung von sogenannten Radkutschen, mit denen eine Vielzahl der Radstation-Leihräder transportiert, sowie Räder weiterer Anbieter eingesammelt, in der Werkstatt am Hauptbahnhof gewartet und wieder in Umlauf gebracht werden - ein vollkommen nachhaltiger Kreislauf. Mit den Maßen von 2,5 m x 1 m sind die Kutschen als Lastenfahrrad zum Transport von bis zu vier Fahrrädern geeignet. Vor allem im engen Straßenverkehr Kölns sind sie wendig, flexibel und vor allem emissionsfrei unterwegs, so dass Fahrräder relativ problemlos an den vereinbarten Stellflächen wieder eingesammelt werden können. Die Flotte der Radstation soll in 2020 um weitere Radkutschen aufgestockt werden. In der Hochsaison von April bis Oktober sind diese in mehreren Schichten in der Stadt unterwegs.

Arbeiten mit Verantwortung
Dabei ist die Bedienung und Fahrt mit Radkutschen, die mit einem Elektroantrieb ausgestattet sind, für die geübten Servicemitarbeiter der Radstation gedacht, wie Mario Roppertz. Als sozialer Beschäftigungsbetrieb übernimmt die Radstation die Verantwortung und Wiedereingliederung vor allem von langzeitarbeitslosen Menschen. Roppertz ist nach einem Jahr mittlerweile in einem sozial-versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis bei der Radstation beschäftigt und kutschiert versiert die Radkutsche zu ihren Einsatzpunkten durch die Stadt. „Wir zählen auf unsere Mitarbeitenden, die rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr in der Radstation Köln-Hauptbahnhof tätig sind, egal welche Herkunft und welchen sozialen Hintergrund sie haben. Sie leisten einen nachhaltigen Beitrag in Köln. Nachhaltigkeit sogar im doppelten Sinne: langzeitarbeitslose Menschen erhalten eine berufliche Perspektive und gleichzeitig steuern diese z.B. mit den Radkutschen einen positiven Beitrag für eine CO2-neutrale Leistungserbringung bei", so Roland Neuschil, Leiter der Radstation das Konzept.

Fotohinweis: IN VIA Köln e.V./Radstation Köln

Die Radstation am Hauptbahnhof ist ein gemeinnütziges Projekt im Rahmen der Beschäftigungsentwicklung und -förderung. Junge Menschen, die sozial benachteiligt sind, erhalten hier Hilfe und Unterstützung bei der Integration und dem Einstieg ins Berufsleben. Neben der schulischen Qualifizierung ist die praktische Berufserfahrung vor Ort ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts.


Ansprechpartner

Herr Roland Neuschil

Leitung Radstation am Hauptbahnhof



Telefon: (02 21) 1397- 190
Telefax: (02 21) 1397- 191


Erreichbarkeit:
Mo-Fr.: 05:30 - 22:30 Uhr
Sa: 06:30 - 20:00 Uhr
So: 06:00 - 20:00 Uhr
Feiertage: 08:00 - 20:00 Uhr


Galerie

powered by webEdition CMS