12.07.2021

IN VIA International Interview: Grüße aus Florenz

Im Projekt IdA (Integration durch Austausch) – Perspektive Europa hat in diesem Frühjahr eine Entsendung nach Italien stattgefunden. Nach einer verlängerten Vorbereitungszeit ging es am 15.03.2021 für zwei Monate nach Florenz - in die Hauptstadt der Region Toskana.
Möglich wurde dies durch die gute Zusammenarbeit mit Teilnehmenden, dem transnationalen Partner vor Ort, allen Kooperationspartner*innen und dem Team.
Darüber freuen wir uns sehr und wollen Euch und Ihnen gerne einen Einblick in diese Zeit geben. Dazu haben wir eine Teilnehmende des Projekts befragt.

Was hat dir besonders gut in Florenz gefallen?
Chantal: „In Florenz hat mir ganz eindeutig mein Praktikum bei der gemeinnützigen Kunstwerkstatt ‚Altremani' gefallen. Es war ein wunderbarer Ort kreativ zu werden und mit Menschen mit Beeinträchtigungen in Kontakt zu kommen und gemeinsam schöne Dinge herzustellen. Gleichzeitig hat mich die Lebensfreude der italienischen Kultur sehr mitgerissen. Und natürlich die ganzen tollen Leckereien."

In Pandemiezeiten ins Ausland: wie ist das möglich und wie hat dein Umfeld darauf reagiert?
Chantal: „Es gehört auf jeden Fall eine Menge Mut, strukturierte Vorbereitung und auch ein gewisses Verantwortungsgefühl dazu. Mein Umfeld hat gemischt darauf reagiert. Es gab große Sorge von der einen Seite aber auch große Begeisterung von den anderen Seiten."

Wie habt ihr in Florenz gewohnt?
Chantal: „Wir haben in WGs in der Innenstadt gewohnt. Es gab eine 5er und eine 7er WG. Wir konnten uns vorher selbst aussuchen mit wem wir zusammenleben wollen. Das war nicht ganz einfach aber wir haben das als Gruppe gut hinbekommen. In den Wohnungen gibt es Doppelzimmer und WLAN – auch, wenn das in Italien nicht immer ganz so gut funktioniert."

Wie kamst du mit dem Geld klar?
Chantal: „Die Leistungen vom Jobcenter in Deutschland laufen weiter. Im Ausland erhält man 10 Euro pro Tag Verpflegungspauschale. Man kann mit dem Geld klarkomme – muss es sich aber gut einteilen."

Was hast du in Florenz gemacht?
Chantal: „Ich habe wie alle anderen ein Praktikum gemacht. Ansonsten gab es die ganz normalen Aufgaben, die anfallen, wenn man in einer WG lebt. Die Freizeit konnten wir selbst gestalten. Zum Ende, als es mehr Lockerungen der Corona-Regeln gab, haben wir gemeinsame Ausflüge gemacht. Wir waren zum Beispiel in Pisa oder am Meer."

Wie hat es mit der Sprache geklappt?
Chantal: „In der Vorbereitungszeit hatten wir einen Sprachkurs und auch in Florenz haben wir einen Sprachkurs gemacht. Bei manchen hat es richtig gut geklappt – andere hatten mehr Schwierigkeiten mit dem Italienisch. Es gab aber immer Lösungen. Zum Beispiel Englisch, Übersetzungs-App oder die Verständigung mit Händen und Füßen."

Was hat dir die Zeit gebracht?
Chantal: „Es hat mir eine Menge neuer Erfahrungen, Erkenntnisse und Fähigkeiten gebracht. Und vor allem hat es mir eine Perspektive geschaffen in diesen verrückten Zeiten."



Ansprechpartner/-in

Frau Christina Wirth

Comparative European Social Studies M.A., Bereichsleitung Auslandsaufenthalte



Telefon: + 49 (0) 221 931810 - 15
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