IN VIA Historie

Mit der Bahnhofsmission fing alles an

Die Arbeit von IN VIA begann vor mehr als 110 Jahren zur Zeit der Industrialisierung, als unzählige junge Mädchen und Frauen vom Land nach Köln abwanderten, um Arbeit zu finden. Am Hauptbahnhof angekommen, waren Sie oft mittel- und orientierungslos und benötigten Hilfe. Katholische Frauen aus Adel und Bürgertum ergriffen in sozialer Verantwortung Partei für die Mädchen und jungen Frauen der unterprivilegierten Schichten. Sie suchten nach Wegen und Organisationsformen der individuellen Hilfe und Unterstützung, aber auch nach Möglichkeiten der gesellschaftlichen und politischen Einflussnahme.

Auch nach mehr als hundert Jahren ist „Hilfe zur Selbsthilfe" unsere oberste Maxime. Die Schwerpunkte unserer Arbeit haben wir den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und Zielgruppen angepasst. Heute ist IN VIA als Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit in Köln fest verankert.

Neben unserem Zeitstrahl haben wir Ihnen hier noch interessante Jubiläumschriften und Broschüren rund um die Geschichte von IN VIA zusammengestellt.

Viel Spaß beim Lesen!


  • 2018: 120 Jahre IN VIA

    Vor 120 Jahren wurde IN VIA Köln unter dem damaligen Namen „Katholischer Mädchenschutzverein“ gegründet. Feiern Sie 2018 mit uns!
  • 1997: Freiwilligendienste für junge Erwachsene

    Seit 1997 bietet IN VIA Köln jungen Erwachsenen die Möglichkeit, Erfahrungen im Ausland zu sammeln.
  • 1975: Jugendwohnen

    Gründung des Teresa-von-Avila-Hauses (1965)
  • 1898: Unsere Tradition

    Am 7. November 1898 gründete Jeanne Trimborn in Köln IN VIA unter dem damaligen Namen „Katholischer Mädchenschutzverein“, mit dem Ziel, Orientierung sowie Unterstützung bei Arbeitssuche, Ausbildung und selbständiger Existenzsicherung zu leisten.
  • 1862: Jeanne Trimborn,

    geboren als Jeanne Mali am 12. Februar 1862 in Verviers, Belgien, verstorben am 2. August 1919 in Unkel am Rhein, war eine führende Persönlichkeit in der katholischen Frauenbewegung vor dem Ersten Weltkrieg. Sie war die Tochter eines belgischen Tuchfabrikanten aus Verviers. Im Jahr 1880 heiratete sie den deutschen Juristen und Zentrumspolitiker Karl Trimborn. Seit 1898 begann sie sich neben der Tätigkeit als Hausfrau und Mutter im Vereinswesen des katholischen Milieus zu engagieren. Sie gehörte viele Jahre lang bis kurz vor ihrem Tod dem Zentralausschuss (Vorstand) des Katholischen Frauenbundes an. Aus Sorge um die Anerkennung des katholischen Frauenvereins durch konservative Kreise und den Klerus plädierte sie für eine enge Anlehnung an die „Orthodoxigkeit“ und für eine Betonung des traditionellen Frauenbildes. Innerhalb des Frauenbundes leitete sie die Kommission für caritative Bestrebungen. Ihr Hauptinteresse galt der Mädchenschutzarbeit. Sie war daher Vorsitzende des Verbandes der katholischen Mädchenschutzvereine. Außerdem war sie Vorsitzende des Verbandes Katholischer Kaufmännischer Gehilfinnen und Beamtinnen Deutschlands.